
TriReg Kongress
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Architexturen einer Grenzregion
in Zusammenarbeit mit dem medien forum freiburg
Mit dem europäischen Binnenmarkt und den Bilateralen Abkommen Schweiz-EU werden die staatlichen Grenzen immer mehr zu "verschwindenden Grenzen". Der europäische Einigungsprozess eröffnet daher auch die Möglichkeit, die grenzüberschreitende Kommunikation neu zu gestalten.
Vor diesem Hintergrund sucht das Projekt TriReg - Medien und Kommunikation am Oberrhein nach Modellen für zukünftige Kommunikations- und Kulturräume, die exemplarisch am Beispiel der Oberrheinregion entwickelt werden können.
Unser Ziel ist es, einen Umgestaltungsprozess anzustoßen, der die Möglichkeiten und Chancen einer interkulturellen Kommunikation deutlich macht und zu einer Verbesserung des kulturellen Bewusstseins unserer Dreiländer-Region führt.
In diesem Sinne ist der Kongress ARCHITEXTUREN einer Grenzregion ein erster Schritt auf diesem Weg. Nach zwei Seiten hin soll die grenzüberschreitende Kommunikation am Oberrhein befragt werden:
Archäologie der Gegenwart: Was wissen wir über die diskurs- und mediengeschichtlichen "Wurzeln" (arché), die bis heute die grenzüberschreitende Kommunikation ermöglichen und bestimmen, und auf welchen politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Feldern kommen solche Texturen zum Tragen?
Archäologie der Zukunft: Was wissen wir über die Mittel und Inhalte, die die Architektur einer 'oberrheinischen Öffentlichkeit' heute bestimmen, und sind jene geeignet für die Gestaltung zukünftiger Kommunikations- und Kulturräume?
Für das Projekt TriReg - Medien und Kommunikation am Oberrhein haben sich die Partnerinstitutionen
REGIO BASILIENSIS,
zusammengefunden.
Die Konstellation der beteiligten Partner steht nicht nur für eine interdisziplinär ausgerichtete angewandte Forschung, sondern gewährleistet gleichzeitig auch eine enge Verzahnung von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien.
Programm 11. Mai 2007:
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Teil 1: Kommunikationsraum Oberrhein
(9.00 - 12.45 Uhr)
Dass es eine grenzüberschreitende Kommunikation am Oberrhein gibt ist fraglos zu bejahen. Bedenkenswert aber ist die Frage, welche Formen und Inhalte triregionaler Kommu- nikation sich seit dem 15. Jahrhundert in der wechselvollen Geschichte der Oberrheinregion herausbilden und etablieren konnten. Auch jenen Formen und Inhalten triregionaler Kommunikation, die im Laufe dieser Zeit verloren gegangen sind bzw. be- und verhindert wurden, soll hier nachgegangen werden.
Die Leitfrage dieses Programmteils lautet: Gibt es Elemente, die es erlauben, die Oberrheinregion, wenn auch nur ansatzweise, als eigenen Kommunikations- und Kulturraum zu begreifen?
Moderation:
Dr. Eric Jakob (Regio Basiliensis)
09.00 – 09.15 Uhr
Grusswort
(Regierungspräsident Urs Wüthrich-Pelloli, Liestal)
09.15 – 09.30 Uhr
Einführung
(Dr. Eric Jakob)
09.30 – 10.00 Uhr
Medien und Kommunikation am Oberrhein
(PD Dr. Frank Haase, Institut für Medienwissenschaft, Universität Basel)
10.00 – 10.30 Uhr
Archäologie des Buchdrucks
(Dr. Peter Haber, Historisches Seminar, Universität Basel)
10.30 – 11.00 Uhr
Kaffeepause
11.00 – 11.30 Uhr
Drei Sprachen eine Region?
(Prof. Dr. Georges Lüdi, Institut für Französische Sprach- und Literaturwissenschaft, Universität Basel)
11.30 – 12.00 Uhr
Alltagsgeschichten am Oberrhein
(Martin Graff, Schriftsteller, Soultzeren)
12.00 – 12.45 Uhr
Podiumsdiskussion
Teil 2: Grenzraum Oberrhein
(14.00 – 17.30 Uhr)
Grenzen schaffen Unterschiede und ermöglichen zugleich Identität und Territorialität. Staatsgrenzen im Besonderen sind weder natürlich noch absolut, sondern künstlich und relativ und meist historisch belastet. Grenzräume sind deshalb symbolische Konstruktionen und das Ergebnis bestimmter politischer Strategien, die in der Ausgestaltung von Grenz- räumen ihre symbolische Repräsentation finden.
Welche symbolischen Räume greifen in der Oberrheinregion ineinander, und wie lassen sich diese beschreiben? Was war und ist für das Herausbilden, Etablieren, Transformieren oder Verhindern dieser Räume grundlegend? Welche Rolle kommt dabei der Politik, den Medien und ihren Kommunikationstech- nologien, aber auch der Wirtschaft zu?
Moderation:
Prof. Dr. Georg Christoph Tholen
(Institut für Medienwissenschaft, Universität Basel)
14.00 – 14.15 Uhr
Einführung
(Prof. Dr. Georg Christoph Tholen)
14.15 - 14.45 Uhr
Literaturraum Oberrhein
(Prof. Dr. Alexander Honold, Deutsches Seminar, Universität Basel)
14.45 - 15.15 Uhr
Verkehrsraum Oberrhein
(Christian Haefliger, Senior Consultant Regio Basiliensis)
15.15 – 15.45 Uhr
Kaffeepause
15.45 – 16.15 Uhr
Geographischer Wirtschaftsraum Oberrhein
(Prof. Dr. Rita Schneider-Sliwa, Geographisches Institut, Universität Basel)
16.15 – 16.45 Uhr
Identität im Kontext der Glokalität
(Prof. Dr. Ueli Mäder, Institut für Soziologie, Universität Basel)
16.45 – 17.30 Uhr
Podiumsdiskussion
Teil 3: Zukunftsraum Oberrhein
(18.00 – 20.00 Uhr)
Wie müssen heute im Hinblick auf das zusammenwachsende Europa Kommunikations- und Kulturräume entworfen werden? Wie kann eine grenzüberschreitende Öffentlichkeit hergestellt werden? Welche Antworten weiß die Politik? Welche Ansätze in der Raumentwicklung können hier Hilfestellungen geben? Oder bräuchte es bloß neue Konzepte für das Regionalmarketing und die Tourismusförderung? Welche Bedeutung hat grenzüberschreitende Jugendarbeit? Was vermögen die Kirchen zu leisten? Welche Rolle können Kommunen als bürgernahe Kommunikationsplattformen grenzüberschreiten- der Interaktion spielen?
Moderation:
Prof. Dr. Baasner
(Deutsch-Französisches Institut Ludwigsburg)
18.00 – 18.15 Uhr
Einführung
(PD Dr. Frank Haase
)
18.15 – 18.45 Uhr
Wie kann eine europäische Öffentlichkeit hergestellt werden?
(Dr. Klaus Wenger, ARTE Deutschland)
18.45 – 20.00 Uhr
Podiumsdiskussion
Teilnehmer:
Dr. Sabine Eggmann (Seminar für Volkskunde /
Europäische Ethnologie, Universität Basel)
Peter Felber (Kommunikationsberater, Basel)
Sebastian Kölliker (Junger Rat Basel)
Prof. Dr. Georg Kreis (Europa-Institut, Universität Basel)
Frank Scherer (Regierungsvizepräsident Freiburg i.Br.)
Programm 12. Mai 2007:
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Teil 4: Medienraum Oberrhein
(10.00 - 13.00 Uhr)
Was sind aus der Perspektive von Medien- und Kunst- schaffenden die zentralen Problembereiche, die eine grenz- überschreitende Kommunikation am Oberrhein und die mediale Präsenz eines oberrheinischen Kulturraums erschweren? Wie könnten durch neues Informations- und Medienmanagement Umgestaltungsprozesse angestoßen werden, die die Chancen einer interkulturellen Kommunikation deutlich machen und zu einer Verbesserung des kulturellen Bewusstseins in der Dreiländer-Region führen.
Moderation:
Niggi Ullrich (Kulturbeauftragter Kanton Basel-Landschaft)
10.00 – 10.15 Uhr
Einführung
(Niggi Ullrich)
10.15 – 10.45 Uhr
„Neue Informationstechnologien: Chancen für den europä- ischen Medien- und Kulturraum“
(Dr. Karin Drda-Kühn, media k GmbH / vertikult-Serviceportal für die Kulturarbeit, Bad Mergentheim)
10.45 - 13.00 Uhr
Podiumsdiskussion
Teilnehmer:
Dr. Urs Breitenstein (Verleger, Schwabe-Verlag)
Thomas Jenny (Radio X)
Dr. Christoph Koellreuter (BAK Basel Economics, metrobasel) Rainer Suchan (SWR Freiburg)
Christoph Taubmann (regioartline)
Roland Fesenmayr (Vorstandsvorsitzender medien forum freiburg)
Veranstalter
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Regio Basiliensis;
Institut Design- und Kunstforschung der Hochschule für
Gestaltung und Kunst FHNW;
Institut Innenarchitektur und Szenografie der Hochschule für
Gestaltung und Kunst FHNW;

Deutsches Seminar, Universität Basel;
Institut für Medienwissenschaft, Universität Basel